In der Woche vom 9. bis 13. Februar 2026 hatten wir, die zehnten Klassen unserer Schule, die Gelegenheit, unser zweites Betriebspraktikum zu absolvieren. Diese Woche war für uns Schülerinnen und Schüler eine äußerst wertvolle Erfahrung, denn sie hat uns einen intensiven Einblick in die Arbeitswelt ermöglicht. Selbst der Entschluss, dass dieser Beruf nicht seinen Erwartungen entspricht, hat manchem von uns weitergeholfen. Auch wenn man sagen muss, dass ein Großteil feststellen konnte, dass dieser Beruf der ist, den sie in Zukunft erlernen und ausüben wollen.
Wir waren in verschiedenen Betrieben und Einrichtungen verteilt, von Handwerksbetrieben über soziale Einrichtungen bis hin zu großen Industrieunternehmen. Diese Vielfalt hat uns gezeigt, wie breit gefächert die Berufswelt sein kann.
Besonders spannend war es, dass wir nicht nur theoretische Einblicke bekamen, sondern selbst in die Arbeitsprozesse eingebunden wurden. Wir durften an Meetings teilnehmen, erste praktische Aufgaben übernehmen und wertvolle Rückmeldungen von erfahrenen Fachkräften erhalten. Dadurch haben wir nicht nur unsere Teamfähigkeit verbessert, sondern auch gelernt, wie wichtig Flexibilität und Eigeninitiative im Berufsleben sind. Die Erkenntnis, dass das Berufsleben um einiges anstrengender und herausfordernder sein kann als die Schule, bekamen viele von uns.
Bis nach Berlin hat es eine Mitschülerin von uns verschlagen, denn Dana Oppermann (10a) zog es dorthin:
„Ich habe meine Praktikumszeit bei „Media Pioneer“, einem freien Journalismus-Unternehmen in Berlin, im Podcastbereich verbracht. Ich durfte den gesamten Entstehungsprozess von der faktenbasierten Recherche und Themenfindung, über das Suchen und Schneiden von geeigneten Audiosequenzen bis zum eigenen Schreiben von Skripten begleiten. Generell konnte ich viele spannende Interviews verfolgen, z.B. von Christian Lindner, Wolfgang Ischinger (Leiter Münchner Sicherheitskonferenz) oder Veronika Grimm. Ich habe einen guten Einblick in die Aufgabenvielfalt bekommen, aber auch die stressige Seite des Journalismus kennengelernt.“

In Erfurt war es auch sehr interessant!
Lara Gepel (10a) berichtet:
„Mein Praktikum am Erinnerungsort Topf & Söhne war eine unglaublich prägende Erfahrung, bei der mich die intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte bewegt und angeregt hat. Die Arbeit vor Ort hat mir gezeigt, wie wichtig verantwortungsvolles Handeln und das Lernen aus der Geschichte ist. Diese wertvollen Einblicke waren eine große Bereicherung für meine Zukunft.“

Anton Koch (10b) blieb in Sondershausen und erzählt uns:
„Mein Praktikum bei K-UTEC hat mir insgesamt Spaß gemacht und mich bei meiner Berufswahl unterstützt. Am besten fand ich das Arbeiten im Labor. Etwas schade war, dass ich mich an den meisten Prozessen nicht aktiv beteiligen konnte bzw. durfte.“

Aus Nordhausen gibt es auch einen Erfahrungsbericht:
„Mein Name ist Mia, und ich durfte mein Betriebspraktikum bei der Autobahnpolizeistation Nordhausen absolvieren. In dieser Woche war ich sowohl auf der Autobahn unterwegs, wo ich an Polizeikontrollen beteiligt war, als auch in der Polizeischule in Meiningen, bei der Bereitschaftspolizei, dem LKA in Erfurt und auch bei der Hundestaffel. Besonders in Meiningen hat es mir sehr gut gefallen, denn dort hatten wir auch die Möglichkeit, den Einstellungssporttest zu üben. Diese Praxis hat mir geholfen, ein richtig gutes Gefühl für die Anforderungen des Polizeiberufs zu erlangen. Es war eine unglaublich tolle Woche, die meine Begeisterung für diesen Beruf nur noch verstärkt hat. Vor allem der Umgang untereinander und die Atmosphäre bei der Polizei hat mich beeindruckt. Nach wie vor steht für mich fest, dass ich diesen Beruf später ausüben möchte.“

Das Praktikum hat uns geholfen, unsere eigenen Stärken und Schwächen besser einzuschätzen. Einige erkannten, in welchen Bereichen sie später arbeiten möchten, und konnten wertvolle Kontakte für die Zukunft knüpfen. Wir sind dankbar für diese Möglichkeit, denn sie hat uns gezeigt, dass unser Weg in die Arbeitswelt durch konkrete Erfahrungen und klare Ziele geebnet wird. So konnten wir einen wichtigen Schritt in Richtung unserer beruflichen Zukunft machen.
Mia Abicht
