Starke Argumente im Plenarsaal – Dana O. als Erste unter den Besten! Das Landesfinale von „Jugend debattiert“ im Thüringer Landtag

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Am 22. April 2026 wurde der Thüringer Landtag in Erfurt erneut zum Schauplatz politischer Streitkultur: Beim Landesfinale des bundesweiten Wettbewerbs Jugend debattiert traten die besten Schülerinnen und Schüler Thüringens in zwei Altersgruppen gegeneinander an. Auch unsere Schule wurde durch Dana Oppermann vertreten.

Nach der tollen Veranstaltung zur Verabschiedung unserer 12er haben wir uns auf den Weg zum Bahnhof gemacht, um mit dem Zug nach Erfurt zu fahren, damit wir Dana tatkräftig unterstützen können. Als wir um 12 Uhr in Erfurt angekommen waren, hatten wir noch ein wenig Zeit und aßen gemeinsam ein Eis. Dann machten wir uns auf den Weg zum Landtagsgebäude, wo im Plenarsaal die Finaldebatten stattfanden. Am Landtag angekommen mussten wir noch eine halbe Stunde warten und 13 Uhr begann unsere Führung durch das Gebäude. Für mich (Falk) war es das dritte Mal und trotzdem sieht man immer wieder etwas Neues bei dieser und lernt neue Teile des gesamten Areals des Landtags kennen. Besonders eindrucksvoll ist immer noch die alte Gestapo-Zelle, welche unter dem jetzigen Abgeordnetengebäude liegt und als Erinnerungsort dient. Dort wurden während des NS-Regimes Häftlinge festgehalten, um anschließend verhört und in KZ-Lager deportiert zu werden.


Nach dieser Führung ging es für uns zum Buffet, wo wir uns für die folgenden Debatten stärkten. Im Mittelpunkt standen zwei zentrale Finaldebatten, die exemplarisch zeigten, wie differenziert und sachlich junge Menschen politische Fragen diskutieren können. Wie in jedem Jahr wurde das Finale in zwei Altersklassen ausgetragen. In beiden Fällen standen aktuelle gesellschaftspolitische Fragestellungen im Fokus, die eine klare Positionierung sowie eine strukturierte Argumentation erforderten. Acht Finalistinnen und Finalisten hatten sich zuvor über Schul- und Regionalentscheide qualifiziert und traten nun im Plenarsaal gegeneinander an.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Landtagspräsident Thadäus König, der die Bedeutung solcher Formate für die Demokratie hervorhob. Er betonte, dass ein respektvoller Austausch von Argumenten essenziell sei – gerade in Zeiten zunehmender Polarisierung.

Das Finale im Parlament hat dabei auch eine symbolische Wirkung: Die Schülerinnen und Schüler debattieren an dem Ort, an dem normalerweise politische Entscheidungen getroffen werden. So wird politische Bildung unmittelbar erlebbar. Einige Abgeordnete, u.a. unser Herr Schard, folgten neben den Gästen aus verschiedenen Schulen beiden Debatten. Diese folgten dem klassischen Aufbau des Wettbewerbs: Eröffnungsreden, freie Aussprache und Schlussstatements. Bewertet wurden Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Die Altersklasse eins beschäftigte sich damit, ob Handys zu Beginn des Schultages eingesammelt und nach Unterrichtende wieder ausgeteilt werden sollen. Alle vier Finalisten zeigten sehr gute Sachkenntnis und viel Überzeugungskraft. Beide Debatten waren durch eine hohe inhaltliche Tiefe geprägt. Die Teilnehmenden überzeugten durch strukturierte Argumente, differenzierte Abwägungen und die Fähigkeit, auf Gegenargumente einzugehen.

Nun stand auch schon die zweite Debatte an. Dana Oppermann(10a) debattierte auf der Position Pro 1 über das Thema: „Soll für Mandatszeiten der Abgeordneten des Thüringer Landtags eine Höchstgrenze gelten?“. Schon in der Eröffnungsrede hinterließ sie durch starkes Auftreten und exzellente Aussagekraft einen großen Eindruck bei den Zuhörern. Dies zog sich durch die gesamte Debatte. Mit zahlreichen Argumenten und einer ganz sachlichen und trotzdem starken Gesprächsfähigkeit schritt die Debatte voran. Danach waren wir alle sehr aufgeregt, da wir alle wissen wollten, ob Dana nun weiter ist. Die Juryberatung wurde von einer kleinen Podiumsdiskussion zum Thema Demokratiebildung in der Schule überbrückt. Die Jury gab ihr Urteil, betitelte die Debatte als „exzellent“ und schließlich wurde unsere Dana die Erste in ganz Thüringen der Altersstufe zwei!

Gerade diese Gesprächsfähigkeit ist ein zentrales Element von „Jugend debattiert“: Ziel ist nicht nur das Gewinnen der Debatte, sondern das gemeinsame Ringen um die beste Lösung. Dies wurde im Landesfinale deutlich sichtbar.

Nach diesem grandiosen Sieg mussten wir uns schnell auf den Weg machen, um unseren Zug zu bekommen, was wir schafften. Gegen 18 Uhr waren wir dann wieder hier in Sondershausen. Es war ein toller und sehr erfolgreicher Tag, der uns lange in Erinnerung bleiben wird.

Herzlichen Glückwunsch an Dana und ganz viel Erfolg in Berlin!

Falk, Mia und Ben