Am 23. Juni 2026 wurden in der Cruciskirche Sondershausen die Thüringer Kulturzeugnisse und Thüringer Kulturpässe verliehen. Für unsere Schule war dieser Nachmittag ein besonderer Erfolg, denn gleich mehrere Projekte, die im vergangenen Schuljahr im Rahmen des Stadtjubiläums „900 Jahre Sondershausen“ entstanden waren, wurden ausgezeichnet. Damit gehörte „unsere Schule“ zu denjenigen, die an diesem Tag besonders häufig auf der Bühne stand.
Schon beim Betreten der festlich geschmückten Kirche war die Vorfreude zu spüren. Nach und nach füllten sich die Reihen mit Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Eltern und den Projektpartnern, in unserem Falle beispielsweise der Künstler Martin Jahn oder der Vertreter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Durch das Programm führten mehrere Moderatorinnen und Moderatoren, die die einzelnen Programmpunkte ankündigten und die verschiedenen Projekte vorstellten. Zwischendurch lockerten musikalische Beiträge die Veranstaltung auf und sorgten für eine feierliche Atmosphäre.
Zu Beginn richteten mehrere Gäste einige Worte an das Publikum. Unter ihnen war auch Staatssekretär Dr. Bernd Uwe Althaus vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. In seiner Rede machte er deutlich, dass kulturelle Bildung weit mehr sei als ein Zusatz zum Unterricht. Projekte wie diese würden zeigen, wie viel Kreativität, Teamgeist und Engagement in jungen Menschen steckten. Gleichzeitig bedankte er sich bei allen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Projektpartnern, die die Projekte möglich gemacht hatten.
Anschließend begann die eigentliche Preisverleihung. Nach und nach wurden die einzelnen Projekte aufgerufen, die die Kulturlandschaft in Nordthüringen im letzten Jahr wesentlich bereichert hatten. Jede Gruppe stellte ihr Projekt kurz vor, bevor die Urkunden überreicht wurden. Immer wieder erfüllte großer Applaus die Kirche, als die Schülerinnen und Schüler ihre Auszeichnungen entgegennahmen.
Natürlich warteten wir besonders gespannt auf die Ehrung unserer Schule. Die Freude war groß, als wir gleich mehrfach nach vorne gebeten wurden. Ausgezeichnet wurde unter anderem das Projekt „Besondershausen – Geschichte und Geschichten aus Sondershausen“, bei dem Erinnerungen und persönliche Geschichten von Sondershäuserinnen und Sondershäusern gesammelt und später kreativ in einer Ausstellung umgesetzt wurden. Dazu gehören auch die von der aktuellen Klasse 8a gestalteten Bilder historischer Orte Sondershausens, der Dokumentarfilm, der Ausstellungskatalog und weitere entstandene Exponate.



Außerdem erhielt das Projekt zur Gestaltung und Aufstellung historischer Gedenktafeln unter der Leitung von Herrn Brauer mit der Förderung durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge eine Auszeichnung. Mit diesen Tafeln wurden wichtige Orte und Ereignisse der Stadtgeschichte sichtbar gemacht und dauerhaft in Erinnerung gehalten.



Beide Projekte waren das Ergebnis vieler Stunden Arbeit. Über mehrere Monate hinweg planten, recherchierten und gestalteten die beteiligten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften und Projektpartnern. Ein großer Teil dieser Arbeit fand sogar außerhalb des regulären Unterrichts statt. Genau dieses freiwillige Engagement würdigte das Thüringer Kulturzeugnis, das an Kinder und Jugendliche verliehen wird, die sich mindestens zwanzig Stunden lang in kulturellen Projekten engagieren.
Besonders schön war es zu sehen, wie stolz alle ausgezeichneten Gruppen auf ihre Leistungen waren. Nach jeder Ehrung gab es großen Applaus, und immer wieder entstanden Gespräche über die verschiedenen Projekte und die Ideen, die in den vergangenen Monaten umgesetzt worden waren. Die Veranstaltung machte deutlich, wie viel Arbeit, Kreativität und Leidenschaft hinter jedem einzelnen Projekt steckten.
Für unsere Schule war die Preisverleihung ein gelungener Abschluss der zahlreichen Projekte rund um „900 Jahre Sondershausen“. Dass wir gleich mehrere Kulturzeugnisse erhielten, war eine tolle Anerkennung für den Einsatz aller Beteiligten. Die Auszeichnungen zeigten, dass sich die viele Arbeit gelohnt hatte und unsere Projekte weit über den Schulalltag hinaus Bedeutung haben.
Ein herzliches Dankeschön gilt deshalb allen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Projektpartnern, die die Projekte begleitet und unterstützt haben. Ohne ihren Einsatz wären diese Erfolge nicht möglich gewesen. Die Preisverleihung war nicht nur ein schöner Rückblick auf die vergangenen Monate, sondern auch ein Ansporn, sich auch in Zukunft mit genauso viel Begeisterung an neuen Projekten zu beteiligen.
Marit Linse
