11er unterwegs – Biologie-Exkursion nach Göttingen

Klassenfahrten und Exkursionen

Am Montag, dem 10. März 2025, unternahm der Leistungskurs Biologie der Klassenstufe 11 eine spannende Exkursion ins XLAB Göttingen. Ziel dieser Exkursion war es, das Themengebiet „Neurobiologie“ umfassend zu vertiefen.

Uns Schülerinnen und Schüler erwartete eine theoretische Einführung in die unterschiedlichen Aspekte der Neurobiologie, gefolgt von praktischen Experimenten, die das Gelernte veranschaulichten. Diese Gelegenheit ermöglichte es, unser Wissen zu erweitern und die Zusammenhänge des Nervensystems hautnah zu erleben.

Am Montagmorgen fuhren wir um 8:00 Uhr in Sondershausen am Busbahnhof los. Nach einer eineinhalbstündigen Fahrt erreichten wir das XLAB in Göttingen, ein Experimentallabor für junge Menschen. Dort angekommen wurden wir freundlich empfangen und direkt an unseren Wissenschaftler des Tages, Dr. Michael Ferber, weitergeleitet.

Nach einer kurzen Begrüßung starteten wir mit einem theoretischen Teil, der äußerst wichtig für die Praxis war, denn der gesamte Tag sollte sich um das Thema „Experimente am visuellen System von Heuschrecken und Menschen“ drehen. Herr Ferber erklärte uns viel über das menschliche und tierische Auge sowie über das Nervensystem der Insekten.

Nach der Theorie wagten wir uns an das erste Experiment, welches die Bestimmung der Flickerfusionsfrequenz beim Menschen beinhaltete. Als Flickerfusionsfrequenz wird die Frequenz bezeichnet, bei der einzelne Lichtblitze zu einem flimmerfreien Leuchten verschmelzen. Dieser Wert gibt uns Hinweise auf die Verarbeitungsgeschwindigkeit im visuellen System. Je höher die Flickerfusionsfrequenz ist, desto weniger Zeit benötigt das visuelle System, um Helligkeitsunterschiede auszuwerten.

Im Anschluss daran hatten wir eine Mittagspause, die wir gemeinsam in der Mensa der Universität Göttingen verbrachten. Diese lag direkt gegenüber des XLAB und gab uns einen kleinen Einblick in das Studentenleben.

Nach dieser Stärkung ging es für uns weiter mit dem nächsten Experiment, das die Bestimmung der Flickerfunktionsfrequenz bei der Wanderheuschrecke zum Thema hatte. Dies kostete für manche von uns viel Überwindung, aber wir lernten, dass in der Naturwissenschaft die unterschiedlichsten Untersuchungen notwendig sind, auch an Tieren.

Am Ende des Tages erfolgte die Auswertung, bei der wir aus den gewonnenen Daten und Werten Reiz-/Reaktionskurven erstellten. Gemeinsam mit Herrn Ferber besprachen und erklärten wir unsere Ergebnisse.

Gegen 17 Uhr neigte sich dieser lehrreiche Tag dem Ende zu und wir wurden von unserem Busfahrer abgeholt.

Der Tag im XLAB Göttingen hinterließ bei uns allen einen bleibenden Eindruck. Die Kombination aus theoretischem Wissen und praktischen Experimenten ermöglichte es uns, die komplexen Zusammenhänge der Neurobiologie hautnah zu erleben. Die Herausforderungen, die wir während der Experimente meistern mussten, haben uns gezeigt, dass wissenschaftliche Untersuchungen oft Mut und Entschlossenheit erfordern. Dennoch war die Zusammenarbeit mit Dr. Ferber und die Diskussion unserer Ergebnisse sehr bereichernd.

Insgesamt war die Exkursion eine wertvolle Ergänzung zu unserem Unterricht. Ein großer Dank geht an Herrn Reif für die Organisation!

Emely Schiele

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