Frau Ludwig im Interview

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Ihr kennt sie vielleicht aus dem Unterricht – die Rede ist von Frau Ludwig. Aber was macht sie, wenn sie nicht gerade Noten verteilt? Wir haben nachgefragt.

Emma: „Welche Fächer unterrichten Sie?“

Frau Ludwig: „Englisch und Biologie.“

Jolina: „Seit wann und warum sind Sie Lehrerin geworden?“

Frau Ludwig: „Meinen Abschluss habe ich 2024 in Jena gemacht. 
Das heißt, dann bin ich ins Referendariat gestartet. Zwischendurch habe ich dann mein Baby bekommen. Und Lehrerin bin ich geworden, weil ich damals auch ganz tolle Lehrer in der Schule hatte. Ich war auch in dieser Schule und wollte einfach auch, dass sich meine Schüler, wenn sie die Schule verlassen, dann an mich erinnern, so wie ich mich an meine Lehrer erinnere.“

Emma: „Was mögen Sie an Ihrem Job?“

Frau Ludwig: „Besonders mag ich daran die Fragen der Kinder, die manchmal kommen. Die sind teilweise ganz witzig. Und auch generell einfach den persönlichen Austausch mit den Kindern, nicht unbedingt nur im Unterricht das Fachliche, sondern einfach alles, so drumherum persönlich mit den Kids auf dem Schulhof oder sowas.“

Jolina: „Wie viel Freizeit mussten Sie für Ihren Job aufgeben?“

Frau Ludwig: „Also aktuell ist es ja noch sehr viel, was ich aufgeben muss, weil ich ja noch in der Ausbildung bin. Das heißt, meine Ausbilder kommen ja auch noch an die Schule und besuchen mich und gucken sich meinen Unterricht an und ab und zu muss ich dann auch mein Kind teilweise mal abgeben an meine Mama und meinen Papa. 
Das heißt, es ist schon sehr, sehr viel Freizeit, die dafür draufgeht. Also ich sitze nach der Schule schon so drei, vier Stunden teilweise und am Wochenende jeden Tag und dann auch in den Ferien. Das ist das, was man als Schüler nicht so sieht.“


Emma: „Gibt es in Ihrer Familie noch jemanden, der Lehrer/Lehrerin ist?“

Frau Ludwig: „Ja, meine Uroma war Lehrerin, aber an Grundschulen. 
Und mein Uropa, der ist leider schon gestorben, war Erzieher.“

Jolina: „Wollten Sie schon als Kind Lehrerin werden?

Frau Ludwig: „Ich hatte zwei Berufswünsche als Kind. Ich wollte Ärztin oder Lehrerin werden. Und nach meinem Abi habe ich mich auch erst mal für ein Medizinstudium beworben. 
Und als das nicht geklappt hat, war dann für mich klar, dass ich Lehrerin werde.“

Emma: „Wie war Ihre Schulzeit? War sie motivierend?“



Frau Ludwig: „Ich war eine kleine Streberin in der Schule. Ich war also immer sehr gut. Und auch mit ganz vielen Lehrern war ich ganz gut, ich habe mich dann auch sehr gut mit denen verstanden. 
Beim Abi muss ich sagen, dann in der 11./12. Klasse, war es sehr anstrengend, weil ich halt eigentlich Medizin studieren wollte und dafür ein sehr, sehr gutes Abi brauchte. Das war dann schon nicht mehr ganz so schön. Aber an sich fand ich die Zeit total toll. 
Also mit den Schülern, mit den Mitschülern, das bekommt man halt nie wieder.“

Jolina: „Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?“

Frau Ludwig: „Wenn ich mit meiner Ausbildung fertig bin, würde ich dann an der Schule bleiben wollen. Und vielleicht habe ich bis dahin noch ein Kind bekommen.“

Emma: „Und zum Schluss noch zwei Fragen: Ist das Lehrerinsein, wie Sie es sich vorgestellt haben?“



Frau Ludwig: „Teils, teils. Also mein Mann ist auch Lehrer. Das heißt, ich wusste schon so ein bisschen, was mich erwartet. 
Auf der anderen Seite wusste ich aber trotzdem nicht alles. Also es ist sehr anstrengend. Das habe ich teilweise gewusst, aber wie anstrengend es manchmal sein kann, das habe ich tatsächlich nicht gewusst.“



Jolina: „Wie würden Sie sich in drei Worten beschreiben?“

Frau Ludwig: „Ich bin sehr ehrgeizig. Hoffentlich auch sehr aufgeschlossen und freundlich. Und ich bin sehr neugierig.“

Emma & Jolina: „Danke für das Interview. Es war uns eine Freude.“

Frau Ludwig: „Gerne, ich danke euch auch.“

Jolina & Emma

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