„Haltung zeigen!“ – Verfassung, Ost-West-Gefühl und die Stimme der Jugend: Mein Tag im Thüringer Landtag

❗️Haltung zeigen ❗️

Am 28. Oktober feierte unsere Regierung ein doppeltes Jubiläum: 36 Jahre Thüringer Landtag und 33 Jahre Verfassung des Freistaats Thüringen. Mitten im Plenarsaal durfte ich beim Festakt nicht nur zuhören, sondern bei einer Podiumsdiskussion als Stimme der Jugend selbst mitreden.

Der Festakt im Plenarsaal machte von der ersten Minute an klar: Unsere Verfassung ist kein staubiges Papier, sondern das Fundament unseres Zusammenlebens und – genau wie unsere Demokratie – keineswegs selbstverständlich. Nach der offiziellen Begrüßung wurde diese Aussage durch mehrere Reden von Landtagspräsident Thadäus König, Ministerpräsident Mario Voigt und dem Präsidenten des Thüringer Verfassungsgerichtshofs, Dr. Klaus von der Weide, bekräftigt. Eine inspirierende Festrede steuerte zudem Inken Gallner (Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts) bei.

Besonders spannend wurde es für mich im Anschluss bei der Podiumsdiskussion. Moderiert von Susanne Reichenbach, saß dort neben Inken Gallner auch ich, um die Sichtweise unserer Generation mit einzubringen. Im Gespräch ging es keinesfalls nur um trockene Paragraphen. Unser Ziel war es, den Wert der Verfassung aus mehreren Perspektiven zu betrachten. Unter anderem ging es um die OstWest-Spaltung und ihre Folgen. Ein wichtiger Punkt war auch die Frage nach der Zuversicht: Wie schauen wir in die Zukunft und was gibt uns Hoffnung? Vor allem aber ging es darum, ob wir Jugendlichen uns von der Politik eigentlich gehört fühlen.

Meine Hauptbotschaft auf dem Podium war eindeutig: Wir Jugendlichen wollen und müssen gehört werden! Dafür braucht es aber auch die richtigen Rahmenbedingungen, vor allem, dass Meinungsbildung an Schulen viel stärker gefördert wird. Die Schule sollte ein Ort sein, an dem Themen angesprochen und diskutiert werden können. Wer lernen will, sich in einer komplexen Welt eine eigene Meinung zu bilden, muss im Klassenzimmer den Raum dafür bekommen, zu debattieren und kontrovers zu diskutieren. Andere Meinungen anzuhören und auszuhalten ist aus meiner Sicht extrem wichtig und leider in unserer Gesellschaft immer weniger vertreten.

Der Tag hat mir gezeigt: Unsere Verfassung schützt uns, aber wir müssen sie ebenfalls schützen und mit Leben füllen. Das fängt genau da an, wo wir mitdenken, „Haltung zeigen!“ und uns einmischen! Es war eine spannende Erfahrung und es hat mich gefreut, dass ich bei diesem Festakt die Chance zum Mitreden hatte.

Ich bin davon überzeugt, wer sich engagiert, sieht die Welt nicht nur negativ und lernt aktiv mitzugestalten.

Eure Dana

Hier ist der Beitrag vom MDR Thüringen Journal (28.09.2026) verlinkt.

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