Am Montag, den 31. August 2026, startete für die 11. Klassen ein besonderes Filmprojekt. Gemeinsam mit Herrn Brauer trafen wir uns im Kino in Sondershausen, um den Film „Das Ungesagte“ von Lothar Herzog und Patricia Hector anzuschauen. Auch die beiden Filmschaffenden waren vor Ort.
Nach der Filmvorführung ging es in der Schule mit einer gemeinsamen Auswertung des Films weiter. Dabei beschäftigten wir uns genauer mit den Inhalten, der Umsetzung und der Wirkung des Films. Wir konnten unsere Eindrücke teilen und Fragen stellen. Anschließend erhielten wir einen ersten Einblick in die Aufgaben, die uns in den folgenden Tagen erwarteten.
Am Dienstag stand zunächst weiterhin der Film im Mittelpunkt. Wir beschäftigten uns noch intensiver mit dem Film und setzten uns mit verschiedenen Aspekten seiner Gestaltung und Aussage auseinander. Dabei ging es nicht nur darum, was im Film gezeigt wurde, sondern auch darum, wie bestimmte Wirkungen durch filmische Mittel erzielt werden. Gleichzeitig bereiteten wir uns auf unsere eigene praktische Aufgabe vor: In Gruppen sollten wir eigene Filme zum Thema NS-Zeit und Sondershausen entwickeln.
Am Mittwoch wurde es dann praktisch. Für die meisten Gruppen ging es zunächst ans Filmen der eigenen Beiträge. Je nachdem, welches Thema sich die jeweilige Gruppe ausgesucht hatte, sahen die Projekte sehr unterschiedlich aus. Einige Gruppen führten Interviews, während andere sich mit bestimmten Orten in Sondershausen und deren Geschichte auseinandersetzten. So entstanden ganz verschiedene Perspektiven auf die NS-Zeit und ihre Bedeutung für unsere Stadt.
Nachdem die Aufnahmen im Laufe des Tages gemacht worden waren, ging es anschließend an den Filmschnitt. Aus den gesammelten Aufnahmen mussten fertige Kurzfilme entstehen. Zum Abschluss präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse vor den anderen.
Das Projekt verband für mich damit Geschichte, Film und eigenes kreatives Arbeiten. Besonders interessant war meiner Meinung nach, dass wir uns nicht nur theoretisch mit der NS-Zeit beschäftigten, sondern selbst recherchierten, filmten, Interviews führten und uns mit historischen Orten in Sondershausen auseinandersetzten. Dadurch konnten wir Geschichte aus einer anderen Perspektive kennenlernen und gleichzeitig selbst erfahren, wie aus einer Idee am Ende ein fertiger Film entsteht.
Euer Falk Penndorf
