Geschichten aus der Geschichte – Steinzeit

Politik & (Zeit)Geschichte

Folgende Geschichten aus der Geschichte sind im Unterricht der 5c (jetzt 6c) im letzten Schuljahr bei Frau Breier entstanden – lasst euch in eine ferne Zeit mit gar nicht so fernen Themen entführen.

Das neue Leben

von Laura Pößel (6c)

„Nicht schon wieder Elefant!“, protestierte Nuami. Sie war die Tochter eines Häuptlings in Mitteleuropa. „Och, reg dich doch nicht immer so auf“, sagte ihre Mutter Kila. „Morgen ziehen wir weiter“ sagte Junomi, Nuami’s bester Freund. „Und woher weißt du das?“, fragte Nuami neugierig. Ich habe deinen Vater und die Stammesältesten bei dem Treffen gestern belauscht“, sagte er stolz. Die beiden kamen am Haus seiner Mutter vorbei. „Ich muss jetzt gehen. Meine Mutter will, dass ich das Fell noch vor Sonnenuntergang abschabe.“ Er rollte mit den Augen. Nuami lachte nur.

„Vater, kann ich kurz mit dir sprechen?“, flüsterte sie in sein Zelt. „Was ist denn los, Nuami?“, fragte er sanft. Ihr Vater war der Beste. Das erzählte sie auch überall herum. Mit nervöser Stimme plapperte sie los: „Ich hasse es, Tiere zu jagen. Ich hasse es, weiterziehen zu müssen und …“ „Hey ganz ruhig.“ Ihr Vater nahm ihre Hand und legte sie in seine. „Was würdest du denn an anderer Stelle essen wollen? Was würdest du tun, wenn die Nahrung fortzieht? Was würdest du tun, wenn dein Volk verhungert?“ Ihr Vater wurde immer lauter und machte ihr Angst. „l….ic.ich weiß es nicht“, sagte Nuami leise. Sehr leise. Ihr Vater kochte gerade vor Wut und sagte: „Wir müssen es tun, sonst sterben wir. Ist dir das klar?“ „Ja“, wimmerte sie und rannte schluchzend aus dem Zelt. Als sie im Bett lag, wurde sie bestimmt doppelt so wütend auf ihren Vater, als er auf sie. „Na gut, wenn er mich zwingt, hier zu bleiben, dann zwinge ich mich dazu wegzulaufen“, sagte sie zu sich selbst. Sie rannte durch die Dunkelheit tief in den Wald, blieb stehen und keuchte: „Ich habe es getan. Ich habe es getan, wie cool ist das denn?“ Sie lief bis zum Morgengrauen durch den Wald. Da kam sie an eine Lichtung und aus Reflex rannte sie hinter einen Busch. Was war DAS?! Die Menschen dort lebten in riesigen Zelten. „WOW“, dachte sie sich. Die Tiere waren so zahm und diese Flächen, wo Sachen drauf wachsen, was ist das bloß? „Hallo?“, fragte eine weiche Stimme. „Ist da jemand?“ Nuami hielt die Luft an. „Wuahh!“, schrie die weiche Stimme „Wer bist du?“ „Das Gleiche könnte ich dich fragen“, sagte Nuami.“ „Ich“, sagte das unbekannte Mädchen, „bin Nuilia, die Tochter des Häuptlings.“ Sie blickte stolz geradeaus. „Und du?“ „Ich bin Nuami, auch die Tochter des Häuptlings.“ „WAS!? Auf gar keinen Fall! Ich bin die Tochter des Häuptlings,“ rief Nuilia. „Ich, ich ganz allein!“ Nachdem sie fertig diskutiert hatten, verstanden sie sich eigentlich ganz gut. Sie hatten viel gemeinsam: sie liebten das Wasser, sie hassten es, Tiere zu essen und so weiter. Nuami fragte Nuilia, ob sie es mochte, den Tieren und der Nahrung hinterherzuziehen, doch Nuilia schaute sie nur verwirrt an. „Was meinst du?“ „Na, die Nahrung zieht doch weg und da muss man ihr doch hinterherziehen, oder?“ Nuilia schaute Nuami immer noch verwirrt an. „Wir leben dort auf der Fläche, und dort ist mein Haus“ , erklärte Nuilia. „Ich wohne in einem Zelt, und wir ziehen der Nahrung hinterher. Das nervt voll.“ Nuilia lachte: „Wow, das kenne ich überhaupt nicht, aber warum bist du nicht bei deinem Stamm?“ „Abgehauen“, sagte Nuami betroffen. Als sie Nuami zurück zu ihrem Stamm gebracht hatte, ging sie schlafen. Am nächsten Morgen klopfte es an der Tür. „Nuilia! Ich bin es Nuami. Ich habe mich mit meinem Vater wieder vertragen und ihm von dir und deinem Volk erzählt. Er hat gesagt, dass wenn dein Vater ja sagt, dann dürfen wir hier bei euch wohnen und rate mal, was er gesagt hat?“ Nuilia öffnete die Tür und fragte: „Ja?“ „Jaaaaaaaaaa“ rief Nuami laut, sehr laut.

Und so lebten sie für immer in Frieden zusammen!

(2025)

Das Tier im Wald

von Emma Merten (6c)

Früher lebte ein Mädchen, es hieß Luci. Luci liebte Tiere über alles. Eines Tages ging Luci zum Beerensammeln in den Wald. Sie hörte das Zwitschern der Vögel. Auf einmal roch Luci etwas, es roch nach Dreck, Wiese und Freiheit. Sie folgte dem Geruch und kam auf eine Wiese. Da lag etwas Weißes, war es ein Mantel? Nein, es war ein kleines süßes Schaf; es war verletzt und hat wohl gekämpft. Es hatte sich den Fuß weh getan. Als das Schaf Luci erblickte, erschrak es und versuchte wegzulaufen, aber es funktionierte nicht. Vorsichtig ging Luci auf das Lamm zu. Sie beruhigte es und schaute sich das Bein an. Es war überall Blut. Luci holte schnell Blätter, als kleinen Verband. Sie konnte das Lamm nicht allein lassen, die Jäger und ihr Vater würden es töten. Luci hatte einen Gedanken. Er war genial: Sie hat hier in der Nähe eine Höhle für sich gefunden, von der niemand wusste. Eine Höhle, in der sie das Lamm verstecken könnte. Sie nahm es hoch und trug es zur Höhle. Sie legte es vorsichtig hinein. Hier war es warm, weich und gemütlich. Eine vertraute Stimme rief: Luci – Zeit zum Essen. Es war ihre Mutter. Oh nein! Luci hatte vergessen, Beeren zu sammeln, aber zum Glück besaß sie noch einen Notfall-Beeren-Vorrat. Sie nahm ihn und lief schnell zu ihrer Mutter. Sie aßen und sie nahm etwas für das Lamm mit. Im Laufe der Zeit wurde das Lamm ihr Freund. Es war draußen kalt, mal wieder war Luci bei dem Lamm, es fror ganz schrecklich. Sie sah, dass das Lamm Haare verloren hatte und hob sie auf. Sie waren weich. Luci stopfte die Haare in ihre Schuhe, die wurden warm. Sie rannte zu ihren Eltern und erzählte ihnen alles vom Lamm. Zuerst waren sie sauer, weil Luci nichts gesagt hat. Sie gingen mit ihr und stopften sich auch die Haare in die Schuhe. Sie schauten sich an und liefen schnell ins Dorf. Dort erzählten die Eltern es allen. Das ganze Dorf wollte sich selbst überzeugen und ging mit zum Lamm. Sie nahmen die Wolle und waren überzeugt. So fingen sie viele Schafe und andere Tiere. Vorsichtig schnitten sie allen Schafen das Fell mit einem Messer. Und so machten sie es weiter und weiter …

(2025)

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