NAWIgation ins Weltall: der Stratosphärenflug unseres Wetterballons

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Am 29.04.2026 setzte der naturwissenschaftliche Kurs der 10. Klasse ein langersehntes Projekt in die Realität um, indem er vom schuleigenen Gelände aus einen Wetterballon in die Stratosphäre aufsteigen ließ. Das primäre Ziel bestand darin, das Verhalten von Flüssigkeiten in steigenden Höhen experimentell zu untersuchen und damit den Grundstein für zukünftige Versuche und Projekte zu legen. Auf dieses Vorhaben bereitete sich der Kurs bereits seit Anfang Dezember des letzten Jahres intensiv vor, weshalb die Freude über die erfolgreiche Umsetzung umso größer war.

Die monatelange Vorbereitungsphase war sehr komplex und erforderte die Organisation zahlreicher Teilschritte. Hierzu gehörten das Erlangen einer offiziellen Starterlaubnis, der Abschluss einer Luftfahrtversicherung, das Kennenlernen der Ortungstechnik und Kamera sowie die Durchführung physikalischer Experimente. Eine Dokumentation begleitete dabei alle Prozesse von Beginn an. Umgesetzt wurde das Projekt durch einen Bausatz der Firma Stratoflights, welcher die Basis für die Zusammensetzung der Sonde bildete. Nach einer langen Wartezeit auf passendes Wetter musste der ursprünglich für den 23.04.2026 geplante Erststart jedoch aufgrund einer gerissenen Halteschnur kurzfristig abgebrochen werden. Während der eigentliche Ballon entwich, blieb die Sonde am Boden zurück, was dem Kurs eine sofortige Fehleranalyse ermöglichte.

Der finale und erfolgreiche Start glückte schließlich am 29.04.2026 unter dem Einsatz einer neuen, dickeren Schnur, welche auch das Problem des Verhedderns erfolgreich löste. Zudem wurde der Ballon mit einer größeren Menge an Helium befüllt, um eine höhere Aufstiegsgeschwindigkeit zu gewährleisten. Um 09.50Uhr hob der Wetterballon vom Schulgelände ab und erreichte eine maximale Höhe von beeindruckenden 28.268 Metern, bevor er planmäßig platzte und seinen Abstieg begann. Leider gab die App des Herstellers den genauen Standort des Objekts erst nach vollendeter Landung an und nur durch unsere vorherige Analyse der Flugstrecke war uns unsere grobe Fahrstrecke bekannt. Aus diesem Grund machten wir um 12.00 Uhr einen Zwischenstopp in Bad Langensalza, dort warteten wir auf das Signal, welches uns den exakten Ankunftsort zeigte. Dieser Ort war bei Bad Tabarz, der Ballon lag in der Nähe des Parkplatzes „Kleiner Inselberg“ und wurde von uns gegen 13.00 Uhr erreicht. Unsere Suche nach der Sonde, welche in sehr gutem Zustand aufgefunden wurde, dauerte gerade mal zehn Minuten und somit machten wir uns frühzeitig auf den Rückweg.

Die darauffolgende Phase der wissenschaftlichen Auswertung begann am 05.05.2026. Im Fokus stand hierbei die genaue Untersuchung der Aggregatzustände der ausgewählten Flüssigkeiten (5,6%-iger und 15%-iger Alkohol, Wasser und Cola) unter den Druck- und Temperaturbedingungen der Sphäre. Parallel dazu wurden andere gesammelte Daten ausgewertet, wobei insbesondere die zurückgelegte Strecke, die exakte Platzhöhe sowie das Verhalten der Sonde beim Sinken analysiert wurden.

Alle diese Phasen (von der Vorbereitung über den Start und die Bergung bis hin zur Auswertung) dienten dazu, ein solides Fundament für zukünftige Projekte zu legen, da dieser naturwissenschaftliche Kurs der erste der gesamten Schulgeschichte ist, der einen derartigen Ballon steigen ließ. Dies beweist, dass trotz einiger Anstrengung und Probleme bei der Ausarbeitung, wissenschaftliche Projekte mit Erfolg auf die Beine gestellt werden können.

Ein besonderer Dank gilt neben Herrn Eggert dem Förderverein der Schule für die Bereitstellung der notwendigen Ressourcen und Materialien. An dieser Stelle möchten wir uns auch herzlich bei der Sovis Service GmbH Sondershausen und der Gruneberg GmbH Merseburg für ihre großzügigen Spenden bedanken. Darüber hinaus bedanken wir uns bei der KUTEC AG Salt Technologies SDH für die Bereitstellung des Druckminderers, wodurch wir den Ballon befüllen konnten. Der Kurs bedankt sich zudem ausdrücklich bei allen freiwilligen Unterstützern, die dem Team auf diesem langen Weg unter die Arme gegriffen haben. Ein herzlicher Dank geht hierbei insbesondere an Herrn Weihrauch, Frau Fuhrmann, Frau Strödter, Herrn Liebram, Frau Weidner sowie Herrn Begett, unserem Hausmeister. Jede helfende Hand hat dem Kurs in allen Höhen und Tiefen Kraft und Motivation verliehen.

Insgesamt macht dieses Projekt alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen stolz und gibt einen überaus positiven Ausblick auf die Zukunft nachfolgender NaWi-Kurse, von denen das Team sicher ist, dass sie genauso viel oder sogar noch mehr erreichen werden.

Aliza Mahmood

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